Verkäufer

Ich kenne drei Arten von Verkäufern (oder -innen. Da ich aber bekanntlich eine faule Sau bin schreibe ich es einfach immer so wie es gerade passt).

Kategorie 1

Nett, freundlich, höflich, hilfsbereit, bemüht, unaufdringlich, und wissen einfach alles über ihre zu verkaufenden Produkte.

Das ist das Non-Plus Ultra! Der Ferrari unter den Verkäufern. Selbstverständlich sind die mir die Liebsten! Gerne lasse ich mich von ihnen beraten und mich vielleicht auch mal zu einem Kauf überreden, der eigentlich nicht geplant war. Gerne gehe ich das nächste Mal wieder zu diesem Verkäufer und suche mir dort Hilfe und Rat und empfehle dieses Geschäft mit diesem Verkäufer weiter.

Kategorie 2

Aufdringlich (kaum hat man einen Fuß im Laden, schon brüllen sie von der anderen Seite was man den sucht. Manchmal materialisieren sie sich auch und tauchen wie aus dem Nichts einen halben Meter neben einem auf, schwatzen einem den letzten Müll auf (aber immer mit dem berühmten Satz „Das steht Ihnen soooo toll!“), das Lächeln im Gesicht erlischt sobald man sich auch nur halb weg gedreht hat von ihnen, und nerven einfach nur, weil sie ständig dicht hinter einem her laufen.

(In diese Kategorie packe ich auch einfach mal alle die, die sich die von mir ausgesuchte Ware ungefragt schnappen und damit  zur Kasse rennen um ja die Provision einzukassieren)

Kategorie 3

Entweder sie tippen auf ihrem Handy rum, und oder stehen irgendwo quatschender Weise mit einer Kollegin rum und ignorieren mich hartnäckig. Wenn sie wenigstens über solch wichtige Dinge wie Weltfrieden oder die Lösung für die Weltformel (die Vereinigung der Quantenmechanik mit der Relativitätstheorie. Die Beste ist bis jetzt die String-Theorie, die aber immer mehr Dimensionen braucht um sich über Wasser zu halten, von daher, naja {nein, solch kluge Dinge weiß ich nicht selber, die flüstert mir der Mann in Schwarz zu. Wobei, gerade musste er schreien, weil ich im Büro sitze und er draußen auf der Terrasse}) reden würden hätte ich ja noch Verständnis, tun sie aber nicht. Sie sind eifrig damit beschäftigt ihr Privatleben zu besprechen.

Neulich war ich mit Pamela Pragmatisch shoppen, sie brauchte was neues zum anziehen. Im Laden hatte sie schon einiges gefunden, der Arm quoll über und ich wollte ihr etwas abnehmen, damit sie sich weiter in Ruhe umsehen konnte. Und dann kam sie, die Mischung aus Kategorie 2 und 3. Als sie uns die Klamotten abnehmen wollte ist mir der Kragen geplatzt,

„Ich kann Klamotten tragen, die Schilder darinnen lesen, atmen, gehen und alles sogar zur gleiche Zeit und ganz alleine!“

Pamela Pragmatisch´s eine Augenbraue zuckte nur leicht nach oben und sie schüttelte kaum merklich den Kopf (diese Frau ist einfach unglaublich entspann). Die Verkäuferin machte drei Schritte nach hinten, und ließ uns in Ruhe weiter shoppen.

Die „Standpauke“ für mein Verhalten hat mir Pamela Pragmatisch später gehalten… Ja, vielleicht hätte ich nicht gleich wie ein Vulkan in die Luft gehen sollen. Ja, vielleicht hätte ich ein bisschen mehr Geduld haben sollen. Ja vielleicht sollte ich toleranter (oder ignoranter) sein. Aber ich bin einfach nicht mehr bereit mir ein derartiges Verhalten gefallen zu lassen.

Vielleicht sollte ich aber doch noch ein klein wenig an meiner Feinarbeit feilen…

 

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