Vom kämpfen, ärgern, gedulden und genießen.

Sollte jetzt jemand meinen, es geht hier um eine tiefgreifende, super emotionale Lebensgeschichte, äh, nee. Hier geht es um den Garten und die Arbeit (mein Fehler, die FREUDE!) die er macht…

Genieße zwischen durch immer wieder die Natur (ein leckere Stück Kuchen mit Sahne und einem köstlichen Getränk dazu hilft da ungemein)

Zeige den Pflanzen deine Wertschätzung, sprich mit ihnen (wenn dich jemand fragt mit wem du schon wieder redest, sagst du einfach mit der Nachbarin oder der Katze der Nachbarin, das geht auch. Nach dieser fetten Lüge musst du dich natürlich kurz bei der Pflanze entschuldigen, nicht das sie beleidigt ist und nicht mehr richtig wachsen will).

Laß liegen, tritt sich fest und wenn nicht, ignoriere es einfach (das mache ich mit einem Beet übrigens seit 8 Jahren. Was bedeutet, entweder bin ich ein sehr ignoranter Mensch oder ein sehr geduldig… ich entscheide mich für geduldig)

Pflanze einfach so viel, dass da drunter das kack Unkraut (ich Trottelchen, Zeigekraut) keine Chance mehr hat zu wachsen (wenn du also das nächste mal bei den Nachbarn, Freunden, Familie zu Besuch bist, dann nimm so viel Pflanzen mit wie du nur kannst und darfst)

Du musst keinen akkurat gepflanzten, zurecht gestutzten Garten haben (der Vergleich hinkt zwar etwas aber, der Garten ist kein Magermodel, er darf hier und da ausschlagen, ausarten, unordentlich sein. Das nennt sich Natur und ist schön)

Scheiss auf den Geschmack, die Meinung oder gut gemeinte Ratschläge von anderen.(„Bei MIR sieht das ja ganz anders aus, viel strukturierter und ordentlicher“. „Stehen in deinem Garten eigentlich auch kleine Schilder für die Tiere, oder fliegen, krabbeln, laufen, hüpfen, springen die da unstrukturiert durch die Gegend?“, „Das versteh ich nicht.“, „Dachte ich mir.“)

Visionen brauchen Zeit (die verschafft man sich am besten in dem man mindestens eine Stunde am Tag meditierend auf eine Gartenliege, Couch geht auch, liegt und dort über die Gestaltung des Gartens intensiv nachdenkt. Am besten funktioniert das übrigens mit geschlossenen Augen!)

Betrachte all die Dinge die du schon geschafft hast (von etwas weiter weg damit es besser wirkt, und damit man das Unkraut oder die doch noch nicht ganz optimal gepflanzte Pflanze nicht sieht)

Sprich, übe dich in Geduld denn, gut Ding will Weile haben!

PS: Im Moment können wir unsere überdachte Terrasse nicht nutzen, da eine Kohlmeisen-Familie beschlossen hat dort in einem unechtem Vogelhäuschen, direkt am Fenster bzw am Tisch zu brüten. Die kleinen tapferen Vogel-Eltern trauen sich aber nur ran, wenn nicht mehr als eine Person dort am Tisch sitzt. Also sitzen wir jetzt in der brütenden Hitze oder im prasselnden Regen, damit sie ungestört ihre Brut heran ziehen können. Was man nicht so alles macht aus Liebe zur Natur 🙂

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6 Gedanken zu “Vom kämpfen, ärgern, gedulden und genießen.”

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